Ingenieure in der Forschung und Lehre

Wer sich durch ein Ingenieurstudium gekämpft hat, träumt nicht unbedingt von einer Anstellung im tertiären Sektor. Tatsächlich tun das nur sehr wenige Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland. Dabei sind Ingenieure jedweder Fachrichtung als Hochschullehrer und Dozenten gefragt. Weiterlesen ...
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ETH Zürich
17.11.2018 ETH Zürich Professors or Assistant Professors (Tenure Track) of Mechanical and Process Engineering (m/f) Research and teaching in the field of Mechanical and Process Engineering Zürich (Schweiz)
Hochschule Magdeburg-Stendal
17.11.2018 Hochschule Magdeburg-Stendal W2-Professur Werkzeugmaschinen Vertretung des Fachgebiets in Forschung und Lehre Magdeburg, Stendal
Fachhochschule Münster
17.11.2018 Fachhochschule Münster Professur für Technische Mechanik und Elektrotechnik im Fachbereich Maschinenbau Vertretung des Fachgebiets in Forschung und Lehre Münster
Fachhochschule Münster
17.11.2018 Fachhochschule Münster Professur für Werkstofftechnik im Fachbereich Maschinenbau Vertretung des Fachgebiets in Forschung und Lehre Münster
Hochschule Merseburg
17.11.2018 Hochschule Merseburg Professur (W2) Betriebssysteme und Prozessdatenverarbeitung Lehrtätigkeiten im Studiengang Angewandte Informatik Merseburg
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof
17.11.2018 Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof Stiftungsprofessur (m/w) Sustainable Textiles Forschung und Lehre im Bereich Sustainable Textiles Hof
Hochschule Furtwangen
17.11.2018 Hochschule Furtwangen Professur (W 2) für Angewandte Mechanik Forschung, Entwicklung und Lehre im Bereich der technischen Mechanik Tuttlingen
Fachhochschule Erfurt
15.11.2018 Fachhochschule Erfurt Professur (W2) für Gebäudeautomation Lehre im Bereich Gebäude- und Energietechnik Erfurt
Hochschule Anhalt
15.11.2018 Hochschule Anhalt Professur Thermische Verfahrens- und Energietechnik (W2) Übernahme der Lehraufgaben der Module Thermische Verfahrenstechnik, Technische Thermodynamik und Energietechnik Köthen
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft
10.11.2018 Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft W2-Professur Additivie Fertigung/Digitalisierung in der Produktion Vertretung des Gebiets Additive Fertigungstechnik in Lehre und Forschung im Studienbereich Maschinenbau Produktion und Management Aalen
Hochschule Trier – Trier University of Applied Sciences
10.11.2018 Hochschule Trier – Trier University of Applied Sciences W2-Professur für das Fachgebiet Versorgungstechnik Lesung von ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenfächern Trier
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
09.11.2018 Hochschule Ostwestfalen-Lippe W2-Professur Werkstoffwissenschaften, Werkstoffprüfung und Leichtbau Forschung und Lehre im Bereich Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung im Maschinenbau Lemgo
Fachhochschule Kiel
04.11.2018 Fachhochschule Kiel W2-Professur für Raumplanung mit Schwerpunkt Städtebau und Regionalplanung Lehrveranstaltungen im Grundlagen- und Vertiefungsbereich Kiel
Fachhochschule Kiel
04.11.2018 Fachhochschule Kiel W2-Professur für Digitales Planen und Bauen/Bauinformatik Lehrveranstaltungen im Grundlagen- und Vertiefungsbereich Kiel
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH Uni Erlangen-Nürnberg
04.11.2018 Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH Uni Erlangen-Nürnberg W2-Professur für Qualitätswissenschaft Vertretung des Fachgebiets in Forschung und Lehre Erlangen, Nürnberg
Hochschule Pforzheim
01.11.2018 Hochschule Pforzheim Stiftungsprofessorin/Stiftungsprofessor (W2) für Innovations- und Interdisziplinaritätsforschung Forschung zu den Wechselwirkungen von Innovation und Interdisziplinarität und zur interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Vertretern und Vertreterinnen der Ingenieur-, Wirtschafts-, Natur- und Geisteswissenschaften Pforzheim
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Fachhochschulen finden nicht genügend Ingenieur-Professoren

Die Fachhochschulen schlagen Alarm: Besonders in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern können sie ihren Bedarf an Professorinnen und Professoren nicht mehr decken. Die Bewerberzahlen sind zu gering und auch die Qualität der Bewerbungen habe nachgelassen.

Ein Grund für die geringen Bewerberzahlen dürfte der Umstand sein, dass Anwärter auf einen Lehrstuhl über eine mehrjährige Berufspraxis außerhalb von Universität und Hochschule verfügen müssen, um einen Lehrstuhl an einer Fachhochschule zu ergattern. Damit stehen Fachhochschulen mit ihrem Karriereangebot in Forschung und Lehre in Konkurrenz mit Universitäten und der Wirtschaft. Beide weisen eine deutlich bessere Besoldung, bzw. Bezahlung auf als die Fachhochschulen. Dennoch kann es gute Gründe für Ingenieure geben, die Karriere an einer Fachhochschule den Optionen in Uni und Industrie vorzuziehen.

In den Hochschulen gibt es keine Forschung ohne Lehre

Ingenieure in der universitären Forschung können sich als Doktorandin oder Doktorand nicht gänzlich ihrem Promotionsprojekt widmen. Sie werden in die Arbeit des Lehrstuhls eingebunden und machen dadurch auch erste Erfahrungen in der Lehre. Rund 90 Prozent der promovierten Ingenieure gehen direkt in die Industrie, die restlichen 10 Prozent bleiben, um eine akademische Karriere anzustreben. Und auch von denjenigen, die erfolgreich in der Industrie gearbeitet haben, kehren später einige auf Professuren an den Unis zurück.

Eine Professur erfordert gewisse Managementqualitäten, kann aber immer noch mit Freiräumen verbunden sein, die es in der freien Wirtschaft in einem vergleichbaren Umfang nicht gibt.

Ingenieurwissenschaftliches Personal an Hochschulen – Zahlen und Fakten

Die ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten beschäftigten im Jahr 2015 nach Abgaben des Statistischen Bundesamtes 48.413 Personen als hauptberufliche wissenschaftliche Mitarbeiter. 33.859 Beschäftigte gab es an Universitäten und 14.554 an Fachhochschulen. Damit verfügten nur die Fakultäten Humanmedizin/Gesundheitswesen über noch mehr hauptberufliches wissenschaftliches Personal. Dazu beschäftigten die Universitäten in den Ingenieurwissenschaften 9.525 Personen als nebenberufliches Personal, darunter etwa Gastprofessoren und Lehrbeauftragte. Die ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten an den Fachhochschulen beschäftigten dagegen 18.474 nebenberuflich Tätige. Dagegen wurden 2015 nur noch 49 Oberingenieure, also Beamte auf Zeit, an deutschen Hochschulen gezählt. Diese Amtsbezeichnung fiel der. 5. änderung des Hochschulrahmengesetzes von 2002 zum Opfer.

Erfolgreich abgeschlossene Habilitationen lassen sich ebenfalls in Zahlen gießen: Zuletzt gab es an den ingenieurwissensschaftlichen Fakultäten der Universitäten 79 Habilitationen, wovon der Hauptanteil auf den Fachbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik (12), die Elektrotechnik (10) und das Bauingenieurwesen (5) fiel.

Finanzierung des Forschungspersonals durch Drittmittel

Drittmitteleinnahmen werden zur Finanzierung von Forschung und Personal an Hochschulen immer wichtiger. Wie bei den laufenden Ausgaben (Grundmittel) existieren auch hier deutliche Unterschiede zwischen den Fächergruppen. Die mit 510.120 Euro höchsten Drittmitteleinnahmen waren 2015 im Bereich der Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften zu verzeichnen, gefolgt von der Mathematik und den Naturwissenschaften mit 292.630 Euro. Die Professorinnen und Professoren der Ingenieurwissenschaften erzielten im Durchschnitt Drittmitteleinnahmen in Höhe von 189.380 Euro pro in Vollzeit angestellter Person.

Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

Die Hochschulgesetze der Bundesländer regeln neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen die Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise sind das ein abgeschlossenes Hochschulstudium, die pädagogische Eignung, die durch eine entsprechende Vorbildung nachgewiesen oder – in Ausnahmefällen – im Berufungsverfahren festgestellt wird sowie die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine abgeschlossene Promotion nachgewiesen wird.

Professorinnen und Professoren an Universitäten müssen zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nachweisen, die „im Rahmen einer Juniorprofessur, einer Habilitation oder einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder im Rahmen einer wissenschaftlichen Tätigkeit in Wirtschaft, Verwaltung oder in einem anderen gesellschaftlichen Bereich im In- oder Ausland erbracht werden“. Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen müssen in der Regel eine fünfjährige berufspraktische Tätigkeit nachweisen, drei Jahre davon außerhalb des Hochschulbereichs.

Einkommen von Ingenieuren in Forschung und Lehre

Mit dem Professorenbesoldungsreformgesetz (ProfBesReformG) vom Januar 2005 wurde die sogenannte Besoldungsgruppe W (W für Wissenschaft) eingeführt. Danach gibt es ein System aus Grundgehalt und Leistungszulagen. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 14. Februar 2012 gelten Erfahrungsstufen bei den W2- und W3-Grundgehältern (in Sachsen auch beim W1-Grundgehalt). Die Grundgehälter fallen in den Ländern unterschiedlich hoch aus. Baden-Württemberg beispielsweise zahlt in der Gruppe W1, die für Juniorprofessuren gilt, 4.781,14 Euro im Monat, in der Gruppe W2 entsprechend 6.020,53 Euro und in der Besoldungsgruppe W3, die für die meisten Universitätsprofessuren gilt, 6.834,44 Euro. Nordrhein-Westfalen zahlt in der W1 dagegen 4.336,30 Euro, in der W2 5.706,71 Euro und in der W3 6.303,58 Euro. Zu den Grundgehältern werden je nach Besoldungsgruppe Berufungs- bzw. Bleibe-Leistungsbezüge, Funktionsleistungsbezüge und die sogenannten Lehr- und Forschungszulagen gezahlt.