Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau

Bei der letzten Ingenieurerhebung des Branchenverbands VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) im Jahr 2016 waren im deutschen Maschinen- und Anlagenbau rund 191.000 Ingenieurinnen und Ingenieure beschäftigt. Die Ingenieurquote, also der Anteil der Ingenieure an der Gesamtzahl der Beschäftigten in der Branche, lag bei 16,7 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass im Maschinen- und Anlagenbau viele verschiedene ingenieurwissenschaftliche Fachdisziplinen beschäftigt sind.

Als klassische Maschinenbauingenieure sind etwa 92.400 Beschäftigte tätig, dazu 14.900 Ingenieure der Verfahrenstechnik, 37.300 Elektroingenieure, 14.900 Wirtschaftsingenieure und 11.700 Informatiker 11.700. Die rund 19.400 weiteren Ingenieure sind nicht näher in Fachdisziplinen unterteilt. Weiterlesen ...
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24.11.2018 Hochschule Stralsund Professur (W2) Konstruktion, Technische Mechanik in der Fakultät für Maschinenbau Forschung und Lehre in den Gebieten der maschinenbaulichen Konstruktion und der technischen Mechanik Stralsund
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Job-Aussichten für Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau

Ingenieurkompetenz gilt gemeinhin als Grundlage für die Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Mit dem Einzug der Digitalisierung in die Werkshallen, den Konzepten der Smart Factory und der Industrie 4.0, müsste die Anzahl der Ingenieure und Informatiker im Maschinen- und Anlagenbau im Verhältnis zu den anderen Beschäftigten zudem langfristig ansteigen.

Denn die wesentlichen Basistrends bleiben bestimmend. Zum einen wird die Sensortechnik immer besser und billiger, zum anderen ermöglicht es die IT, neue Geschäftsmodelle zu generieren. Mittelfristig wird die immer bessere Vernetzung der Produktionsanlagen beispielsweise individuelle Fertigung erlauben, bei der relativ einfach und schnell umgestellt und gleichzeitig noch robust produziert wird. Damit werden für die Ingenieure und IT-Experten in den Unternehmen viele Aufgaben anfallen, die mit den Kommunikationsschnittstellen, der Anbindung der Geräte und der exakten Programmierung und Steuerung komplexer Anlagen zu tun haben.

IT, Robotik und 3D-Druck verändern die Arbeitswelt von Maschinenbauern

Die alten Maschinenbauer haben den VW-Käfer hervorgebracht. Die neuen Maschinenbauer bauen das autonome Auto. Aber nichts, was Maschinenbauingenieure bisher gelernt haben, ist überflüssig, es kommt nur etwas Neues hinzu: IT-Kompetenzen werden entscheidend sein, da in allen Bereich IT-getriebene Systeme dominieren.

Die immer bedeutender werdende Robotik, die in Deutschland zunächst am Fahrzeugbau ausgerichtet war, erobert nun weitere Branchen. Knickarmroboter sind längst auch in Operationssälen, Bestrahlungszentren, Fernsehstudios oder sogar Gewächshäusern im Einsatz. Ein wichtiges Thema mit Perspektive bleibt auch die additive Fertigung. Immer mehr Hersteller setzen auf Hybridmaschinen, die konventionelle Bearbeitungsverfahren mit der additiven Fertigung verbinden.

Wie wird man Maschinenbauingenieur?

Ingenieurwissenschaftliche Studiengänge für den Maschinen- und Anlagenbau gehören zum Standardrepertoire deutscher Universitäten, Fach- und Technischen Hochschulen. Unter all den Universitäten und Hochschulen gibt es jedoch einige, deren Absolventen bei Personalentscheidern besonders angesagt sind. Das Universum-Hochschulranking erhebt seit einigen Jahren entsprechende Daten. Zu den begehrtesten Maschinenbauingenieuren zählen demnach Absolventen aus Aachen (sowohl der RWTH als auch der FH) und München (ebenfalls sowohl der Hochschule als auch der TU). Weitere detaillierte Ergebnisse der letzten Umfrage gibt es hier.

Wer sich für ein Studium des Maschinen- und Anlagenbaus interessiert, sollte sich auch für Mathematik, Physik, Chemie und Elektrotechnik begeistern. Denn sie bilden die Basis der Ausbildung. In den grundlegenden Studiengängen lernen die Studierenden zudem die Grundlagen der Mechanik kennen, was sich hinter der Konstruktionslehre verbirgt, wie die Thermodynamik funktioniert und welche Werkstoff- und Fertigungstechniken es gibt. Seit einigen Jahren hält die Informatik immer stärker Einzug in die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. Die Spezialisierung erfolgt meist im Master.

Fluch und Segen der Spezialisierung im Maschinen- und Anlagenbau

Maschinenbauingenieure haben mit ihren Vertiefungsrichtungen wie Konstruktion, Antriebstechnik, Fertigungs- oder Umwelttechnik sowie Mess- und Regelungstechnik eine ungemein große Auswahl an Branchen und Aufgaben. Wenn sich im Beruf eine ganz spezifische Qualifikation herausbildet, kann das jedoch Segen und Fluch zugleich sein. Spezielles Know-how zahlt sich meist monetär aus, kann aber langfristig in eine Sackgasse führen. Weiterbildungen, auch über das aktuelle berufliche Thema hinaus, und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Neuausrichtung gehören zur Karriere der Maschinenbauingenieure einfach dazu.

Arbeitgeber achten laut der Ingenieurerhebung 2016 des VDMA sogar darauf, wie spezialisiert einzelne Bewerber sind. So werden Master- oder Bachelorabsolventen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften oder Fachhochschulen (HAW/FH) von den Unternehmen favorisiert, wenn es um Jobs in Konstruktion, Projektierung, Produktmanagement und technischem Vertrieb geht. Master-Absolventen und Promovierte von Universitäten haben dagegen mit ihren fachlichen Vertiefungen klare Vorteile in Forschung und Entwicklung.

Einkommen von Maschinenbauingenieuren

Nach der Einkommensstudie 2016, einer Gehaltserhebung unter Ingenieurinnen und Ingenieuren, die der VDI Verlag alljährlich durchführt, verdienen Maschinenbauabsolventen zum Einstieg in den Beruf zwischen 43.000 Euro und 53.500 Euro brutto im Jahr. Fach- und Projektingenieure bekommen als Bruttojahresgehälter zwischen 46.000 Euro und 63.600 Euro gezahlt. Projektmanager verdienen jährlich zwischen 54.400 Euro und 78.500 Euro. Bei Abteilungsleitern im Maschinen- und Anlagenbau geht das jährliche Bruttogehalt bis auf 102.000 Euro hoch. Detaillierte Ergebnisse liefert der Bericht „Wie viel Maschinenbauingenieure verdienen“. Und wer sein eigenes Gehalt vergleichen möchte, kann beim Gehaltstest herausfinden, was andere Ingenieurinnen und Ingenieure mit ähnlichen Kenntnissen oder auf ähnlichen Positionen verdienen.